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___ Anatomie ___ |
Korrosionspräparat der Niere Die Niere (Ren) ist ein paarig angelegtes, bohnenförmiges Organ. Sie hat eine Länge von 10 bis 12 cm, eine Breite von 5 bis 6,5 cm und eine Dicke von 3 bis 5 cm. Die Masse variiert zwischen 120 und 200 g. Gewöhnlich ist die linke Niere etwas größer und schwerer. Ist eine Niere deutlich verkleinert oder fehlt sie, so ist die andere meist vergrößert. Beim Menschen zeigen die Nieren zwei sogenannte Nierenpole nach oben und unten, zwei Flächen nach vorne und hinten (ventral und dorsal) und zwei Ränder nach medial und lateral. Der nach außen gerichtete Rand ist konvex, der nach medial gerichtete Rand ist konkave und bildet eine Einziehung, in der das Hilum renale, die Ein- und Austrittspforte der Leitungsbahnen, liegt. |
___ Inhaltsverzeichnis
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// Am weitesten dorsal befindet sich an der Nierenpforte der Harnleiter (Ureter). Er nimmt den Endharn aus den Nierenkelchen (Calices renales) auf. Letztere sind trichterförmige Schläuche, die in einen gemeinsamen Raum, das Nierenbecken (Pelvis renalis), münden. Dies stellt einen Teil der Nierenpforte dar. Die Nierenpforte (Hilus renalis) befindet sich beim Erwachsenen allgemein in Höhe des 1. Lendenwirbels. Bei Kindern liegen die Nieren in ihrer Gesamtheit etwas tiefer, so dass ihr kaudaler Pol den Darmbeinkamm (Crista iliaca) erreichen kann. Außerdem sind die Nieren im Kindesalter relativ größer als die des Erwachsenen. Das Nierenbecken kann individuell unterschiedlich gestaltet sein. Es verjüngt sich allmählich zum Harnleiter (Ureter), über den der Harn in kleinen Portionen in die Harnblase (Vesica urinaria) befördert wird. Die harnableitenden Wege besitzen in ihrer Wandung glatte Muskulatur und sind dadurch in der Lage, durch Tonusänderung oder Peristaltik ihr Lumen zu variieren bzw. den Inhalt weiter zu befördern. Der Harnleiter ähnelt einem leicht abgeplatteten Rohr mit einem Lumen von 4-7 mm. Seine Länge beträgt etwa 30 cm, bei der Frau soll er 1 cm kürzer sein. Nach seinem Verlauf durch den Retroperitonealraum gelangt er in das kleine Becken und durchbohrt schräg den Harnblasengrund von dorsal oben nach medial unten, wodurch seine Länge in der Harnblasenwand etwa 2 cm beträgt und auch als 3. Enge bezeichnet wird. Die Muskulatur der Harnblasenwand ist so gestaltet, dass normalerweise ein Rückfluss in die Harnleiter unmöglich ist. In etwa 2 Prozent der Fälle kommen Ureterverdoppelungen vor, wodurch Störungen im Ableitungssystern auftreten können. << zurück |
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___ Anatomie ___ |
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