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Häufigste Bereiche des Schlaganfalls bei Gehirnblutung, Thrombose und Embolie der Blutgefäße
(Grafiken: © Frank Geisler)
Der zweite Gefäßstrom wird von der in der Halswirbelsäule aufsteigenden Wirbelarterie (A. vertebralis) gebildet. Diese passiert das große Hinterhauptsloch (Foramen magnum). Oberhalb davon vereinigt sie sich mit den Gefäßen der anderen Seite zur A. basilaris, aus der vor allem für jede Seite eine hintere Hirnarterie (A. cerebri posterior) entsteht. Eine Gefäßverbindung (Anastomose) vorn zwischen der rechten und linken A. cerebri anterior verbindet beide Seiten. Das Stromgebiet der gleichen Seiten wird vereinigt durch die A. communicans posterior aus der A. basilaris zur A. cerebri media. So entsteht an der Hirnbasis ein arterieller Gefäßring, der Circulus arteriosus cerebri, welcher den enormen Blutbedarf sichert.
Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursachen oft einen Schlaganfall (auch zerebraler Insult, apoplektischer Insult oder Gehirnschlag, auch Apoplex oder Insult), was zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralen Nervensystems führt. Dem Schlaganfall liegt ein plötzlicher Mangel der Nervenzellen an Sauerstoff und anderen Substraten zugrunde. Grob unterscheiden lassen sich die plötzlich auftretende Minderdurchblutung (Primär ischämischer Hirninfarkt) und die akute Hirnblutung, die jedoch sekundär auf Grund ihrer raumfordernden Wirkung bzw. auf Grund des Fehlens des Blutes in nachgeordneten Regionen ebenfalls zu einer Ischämie führt.
Im Inneren verschiedener Hirnanteile befinden sich Hirnkammern (Ventrikel), die das Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) bilden und enthalten. Die paarigen Seitenventrikel (Ventriculi laterales) dehnen sich als Vorderhorn (Cornu frontale) in den Stirnlappen, als zentraler Anteil (Pars centralis) in den Scheitellappen, als Hinterhorn (Cornu occipitale) in den Hinterhauptslappen und als Unterhorn (Cornu temporale) in den Schläfenlappen aus. Vorn verbindet das Foramen interventriculare beide Seitenventrikel und schafft den Anschluss zum III. Ventrikel des Zwischenhirns.
Über den im Mittelhirn verlaufenden engen Kanal (Aquaeductus mesencephali) besteht eine Kommunikation zum IV. Ventrikel. Letzterer befindet sich im Rautenhirn (Rhombencephalon) umgeben vom Kleinhirn (Cerebellum), der Brücke (Pons) bis zum verlängerten Mark (Medulla oblongata). Er hat zwei laterale und eine mediane Öffnung, über die der in den Hirnventrikeln gebildete Liquor in die Cavitas subarachnoidea des Rückenmarks fließt.
Unterhalb des Kleinhirns kommt es zur Bildung der Cisterna cerebellomedullaris, einer klinisch wichtigen Punktionsstelle des Liquorraumes. Größe und Ausdehnung der Ventrikel und Zisternen unterliegen individuellen Schwankungen. Bei krankhaften Vergrößerungen sowie bei Verlegungen des Liquorabflusses wird die umgebende Hirnsubstanz verdrängt, und es bildet sich ein innerer Wasserkopf (Hydrocephalus internus) aus.
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